Urlaub direkt am Meer mit dem Wohnmobil: Unsere besten Tipps für Einsteiger

Spätestens seit Corona wissen wir: Camping liegt voll im Trend! Gerade die Zulassungszahlen von Wohnmobilen sind in den letzten Jahren schier explodiert. Die Menschen lieben es, frei und unabhängig mit dem Wohnmobil oder einem Campervan unterwegs zu sein. Das Ganze hat natürlich auch Schattenseiten: Die begehrten Plätze am Meer werden immer rarer, häufig haben gerade Anfänger Probleme, etwas Freies zu finden. Und natürlich gibt es diverse weitere Dinge, die man beim Campen am Meer beachten sollte. Wir geben eine erste Orientierungshilfe.

Campingplatz rechtzeitig reservieren

Das Wichtigste ist ein geeigneter Stellplatz. Achtung: Wildcampen ist in den meisten europäischen Küstenregionen streng untersagt und wird oft mit hohen Bußgeldern geahndet. Da die Plätze in direkter Strandnähe besonders in der Hauptsaison sehr begehrt sind, empfiehlt es sich, frühzeitig zu reservieren – am besten schon in der Wintersaison.

Vorsicht vor losem Sand und Salzwasser!

Viele Camper, gerade Anfänger, machen sich keine Gedanken über die Beschaffenheit des Untergrunds. Steckt das Wohnmobil dann fest, ist die Sorge groß. Man sollte daher wissen, dass loser Sand insbesondere für schwere Fahrzeuge ein erhebliches Risiko darstellt und beim Anfahren zum Einsinken der Reifen führen kann. Es gilt also, immer zuerst den Untergrund zu prüfen, bevor ein Platz gewählt wird.

Die Nähe zum Meer belastet zudem die Materialsubstanz des Campers sehr stark. Die salzhaltige Meeresluft lässt Metallteile in Rekordzeit rosten, daher ist nach Abschluss der Reise eine gründliche Außenreinigung inklusive Unterbodenwäsche unbedingt notwendig. Und auch im Innenraum kann der Sand Schaden anrichten. Um das zu vermeiden, lässt sich eine „Reinigungszone“ vor der Tür zum Wohnbereich einrichten, bestehend aus einer robusten Außenmatte und einer Wasserschüssel zum Abspülen der Füße.

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Strom und Wasser

Nicht unterschätzt werden sollte, wie viel Wasser Camper gerade beim Stehen am Meer verbrauchen. Kein Wunder: Nach jedem Strandgang wollen Salzwasser und Sand gründlich abgespült werden. Damit das Wasser lange genug reicht, sollten die Füllstände von Frisch- und Abwassertanks regelmäßig kontrolliert werden. Ist das Wasser aufgebraucht, gibt es auf den meisten Stell- und Campingplätzen Möglichkeiten zum Nachfüllen. Vorsicht bei öffentlich zugänglichen Brunnen, hier besitzt das Wasser oft keine Trinkwasserqualität. Ein Versuch, es trotzdem zu trinken oder zum Kochen zu verwenden, könnte mit großen Problemen im Krankenhaus enden.

Auch die Energieversorgung kann nach ein paar Tagen Stehen am Strand kritisch werden, da hohe Außentemperaturen die Kühlleistung des Kühlschranks extrem fordern und somit den Stromverbrauch steigern. Für die Nutzung von Landstrom ist ein CEE-Verlängerungskabel mit einer Länge von mindestens 25 Metern ratsam. So können auch weiter entfernte Stromsäulen genutzt werden.

Die passende Strandausstattung

Wer Urlaub im Wohnmobil am Meer macht, möchte natürlich seine Zeit nicht nur im Fahrzeug verbringen, sondern den Strand und das Wasser genießen. Ohne die entsprechende Ausrüstung wird das schwierig. Zwar kann man vieles auch direkt am Urlaubsort kaufen, allerdings sind die Sachen hier meist viel teurer.

Folgende Dinge sollten also schon zu Hause auf der Agenda stehen: Sonnencreme, Badehose oder Bikini, Kopfbedeckung und Strandtuch kaufen, dazu eventuell noch Strandschuhe, Liegestühle, Wasserspielzeuge etc. Wer am Urlaubsort alles parat hat, spart sich Stress und Mehrausgaben. Das gilt übrigens ebenso für Verbrauchsmaterialien wie Toilettenpapier, Küchentücher, Müllbeutel und die benötigten Lebensmittel, denn auch diese sind an den typischen Urlaubsorten in der Regel sehr teuer.

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Sonnenschutz ist sehr wichtig

Der Nr.1-Sonnenschutz bei Wohnmobilen ist natürlich eine Markise, über die fast jedes Fahrzeug heute verfügt. Doch Achtung: Die Seewinde am Meer sind unberechenbar und können sehr stark werden. Die Markise sollte daher nicht unbeaufsichtigt bleiben und am besten stets mit speziellen Sturmbändern gesichert werden, um Schäden vorzubeugen.

Generell ist ein guter Sonnenschutz beim Camping auch für die Haut unabdingbar. Die schädliche UV-Strahlung führt nicht nur zu Verbrennungen mit entsprechend vergrößertem Hautkrebsrisiko, sie schädigt auch die Ausrüstung – das Material bleicht aus und wird mit der Zeit brüchig. Und natürlich spielt auch das persönliche Wohlbefinden eine Rolle. Gerade an heißen Tagen ist es angenehmer, der prallen Sonne zu entfliehen und sich ein kühles Plätzchen im Schatten zu suchen.

Konkrete Maßnahmen zum Sonnenschutz

Sonnenschutz für die Haut ist schnell erledigt. Einfach geeignete Sonnencreme reichhaltig und regelmäßig auftragen und den jeweiligen Schutzfaktor beachten. Dazu noch ein Hut oder eine Kappe als Kopfschutz und bei Bedarf Bekleidung mit UV-Schutzfunktion. So ist der Sonnenschutz perfekt. Eine Sonnenbrille mit ausreichend hohem UV-Blocker gehört ebenfalls zum Sonnenschutz, da die aggressive UV-Strahlung die ungeschützten Augen schädigen kann.

Für die Ausrüstung gilt: Beim Camping ist ein herkömmlicher Sonnenschirm als Sonnenschutz eher ungeeignet. Er nimmt im Gepäck viel zu viel Platz weg und kippt bei der ersten kräftigeren Windböe um. Wer sich das Geschleppe mit Schirmgestänge und passendem Ständer sparen möchte, setzt auf Tarps und Sonnensegel. Diese stabilen Planen aus Zeltstoff können durch ihre variablen Befestigungsmöglichkeiten perfekt an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Durch ihre hohe Wassersäule bieten sie zudem einen perfekten Sonnenschutz, ein sicheres Obdach bei Regen und können zusätzlich als Windfang genutzt werden. Selbst ein kleines Zelt bekommt durch Tarps und Sonnensegel einen geräumigen Vorraum.

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Redaktionsleitung

Kai ist die Leitung der Redaktion von Campingkultur.net. Er korrigiert und lektoriert zusammen mit Jenny sämtliche angelieferten Texte, bevor sie veröffentlicht werden. Kai liebt es, sich im Freien aufzuhalten. Zelten, Wandern, draußen sein ist seine Devise. Egal ob im Ruhrgebiet oder im tiefsten Dänemark. Hauptsache unterwegs in der Natur ist das Motto von Kai. Auch wenn er den Wohnwagen liebt, so zeltet er doch in der warmen Jahreszeit besonders gerne. Begleitet von seiner Frau Eva und den bereits erwachsenen Kindern testet er gerne neue Produkte. Hinweis: diese Box zeigt, wer den Text korrigiert, lektoriert und für die Veröffentlichung aufbereitet hat. Es muss sich nicht zwingend um den Autor handeln.

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