Mit dem Wohnmobil nach Korsika

30. November 2022

Die viertgrößte Insel des Mittelmeers ist für ihre zahlreichen Buchten, felsigen Erhebungen, Sandstrände inmitten von rauen Landschaften und malerischen Aussichtspunkte bekannt – es überrascht nicht, dass Korsika seit Jahrzehnten eine beliebte Urlaubsdestination ist und insbesondere bei Individualreisenden hoch im Kurs steht.

Das Wichtigste in Kürze – warum ausgerechnet Korsika?

  • Korsika hat zahlreiche landschaftliche Vorzüge zu bieten und gilt als raue Schönheit unter den Mittelmeerinseln
  • Per Fähre ist Korsika von Italien aus sehr bequem erreichbar
  • Camper finden eine große Auswahl an Campingplätzen vor

Darum ist Korsika bei Wohnmobiltouristen so beliebt

Korsika hat auf einer relativ überschaubaren Fläche sehr viel zu bieten. Das ist vermutlich der Hauptgrund, warum die französische Gebietskörperschaft mit Sonderstatus, wie die offizielle Verwaltungsbezeichnung der Insel lautet, bei Wohnmobilurlaubern so beliebt ist. Camper finden sowohl entlang der Küsten als auch im Inneren der Insel relativ viele Campingplätze vor, die meist von malerischen Landschaften umgeben sind und oftmals einzigartige Ausblicke auf die schroffen Felsküsten oder die paradiesischen Sandstrände bieten. Wohnmobilbesitzer können die rauen Schönheiten der Mittelmeerinsel hautnah erleben und sich den zahlreichen Vorzügen der Insel, die im Französischen so treffend als “ Île de Beauté“, die Insel der Schönheit, bezeichnet wird, hingeben. So campingfreundlich Korsika auch ist, für Wildcamping gibt es kein Verständnis. Wildes Campieren sollte demnach auf der Mittelmeerinsel unbedingt unterlassen werden.

Praktische Tipps für die Anreise

Wer Korsika mit dem Wohnmobil bereisen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass schon aufgrund der langen Anreise, die je nach Ausgangspunkt in Deutschland schon einmal ein bis zwei Tage ausmachen kann, eine Aufenthaltsdauer von zwei bis drei Wochen empfehlenswert ist.
Mit dem Wohnmobil ist es natürlich notwendig, zum Übersetzen eine Korsika Fähre zu nehmen – die Buchung sollte selbstverständlich zeitgerecht erfolgen.
Die Anreise von Deutschland aus ist nicht ohne und sollte insbesondere während der Sommermonate und vor allem mit Kindern oder Hunden sehr genau geplant werden. Hat man erst einmal die westitalienische Küste erreicht, gibt es viele zuverlässige und regelmäßige Fährverbindungen, beispielsweise von Genua oder Livorno aus nach Bastia im Norden Korsikas. Wer einen Platz reserviert hat und sich für die Überfahrt mit Essen und Getränken ausgestattet hat, wird die in den meisten Fällen fünf bis sieben Stunden dauernde Überfahrt genießen können.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten

Bastia ist der ideale Ausgangspunkt für eine entspannte Erkundungstour durch Korsika. Die Schönheiten lassen sich entlang der Routen von Norden nach Süden wunderbar im eigenen Wohlfühltempo entdecken.

Zu den bekanntesten Orten Korsikas zählt der kleine und beschauliche Ort Cargèse. Cargèse selbst ist so etwas wie ein Mikrokosmos von Korsika. Die bereits seit dem 7. Jahrtausend vor Christus besiedelte Ortschaft wird von zwei markanten Kirchtürmen geprägt. Einzigartige Sandstrände und ein traumhafter Blick aufs Mittelmeer tragen das ihre zur Beliebtheit dieses Ortes bei. Wer die sprichwörtliche korsische Gelassenheit selbst erleben möchte, ist in Cargèse goldrichtig. Bootstouren vom lokalen Hafen sind sehr zu empfehlen und führen in der Regel auf die malerische Halbinsel La Scandola.

Absolut einen Abstecher wert ist auch der Golf von Sagone, der zwischen den Ortschaften Cargèse und Capo di Feno liegt. Der Golf zählt zu den schönsten Strandlandschaften der gesamten Insel. Wer hier mit dem Wohnmobil unterwegs ist, findet eine schmale aber gut zu befahrende Straße vor, die dicht entlang der Küste führt und viele beschauliche Orte durchläuft, die sehr ursprünglich geprägt sind und den Eindruck erwecken, als wären sie bislang von den großen Touristenmassen verschont geblieben. Campingliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten, können sie doch überall entlang der Küstenstraße in unmittelbarer Strandnähe Park- und Stellplätze finden, von denen der nächste malerische Sandstrand in der Regel nicht weiter als einen Katzensprung entfernt liegt. Wer im Wohnmobil-Urlaub auf der Insel Korsika auf der Suche nach einzigartigen Stranderlebnissen ist, sollte am Golf von Sagone keineswegs vorbeifahren.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Korsika den Beinamen das „Gebirge im Meer“ trägt. Die höchste Erhebung auf der felsigen und steinigen Mittelmeerinsel ist der Monte Cinto. Mit seiner Höhe von rund 2.700 Metern scheint der Berg wie ein majestätischer Wächter aus Stein über der Mittelmeerinsel zu thronen. Der Monte Cinto lässt sich prächtig erwandern und hat ein breites, gut beschildertes Wegenetz zu bieten. Es gibt sowohl von der Nord- als auch von der Südseite Wanderwege, die zum Gipfel führen. Geübte Bergwanderer und -wanderinnen benötigen für den Aufstieg zum Gipfel wohl in etwa 5 Stunden. Bei gutem Wetter sind die herrlichen Panoramaausblicke jedoch mehr als nur eine angenehme Begleiterscheinung. Sie sind ein wahres Highlight und ermöglichen es den Besucherinnen und Besuchern der Insel, die gesamte Ausdehnung Korsikas von der Ost- bis zur Westküste zu überblicken.

Unter Korsika-Campern gilt das ungeschriebene Gesetz, dass eine Korsika-Tour mit dem Campingmobil erst dann komplett ist, wenn die Stadt Bonifacio besucht worden ist. Die im Jahr 828 durch den toskanischen Grafen Bonifacio II. gegründete Stadt liegt an der Südspitze der Insel und zählt zu den beliebtesten Fotomotiven Korsikas. Die malerische Altstadt scheint sich an die steil abfallenden Kreideklippen eines Felsplateaus zu schmiegen und offenbart einmalige Blicke auf das darunterliegende Meer. In Bonifacio schlängeln sich schmale Straßen durch die Stadt und laden immer wieder zum Verweilen und Genießen ein. Die Panoramaausblicke sind häufig grandios und spektakulär.

Die beste Reisezeit für den Trip durch Korsika

Die viertgrößte Mittelmeerinsel ist von einem mediterranen Klima geprägt. Für Camping-Urlauber bedeutet dies natürlich, dass eine sehr lange Zeitspanne für den Urlaub möglich wäre. Eine Inseltour mit dem Wohnmobil ist grundsätzlich bereits Ende März möglich und kann in der Regel auch Mitte November noch leicht durchgeführt werden. Ein Baden und Schwimmen im Meer ist diesen gesamten Zeitraum hindurch möglich – natürlich ist es dabei ratsam, nicht besonders zimperlich zu sein. Für Blumenliebhaber sind die späten Frühjahrsmonate der ideale Reisezeitpunkt, wenn ein Großteil der Grünflächen der Insel von einem Blütenmeer überzogen wird. Ein weiterer Vorteil einer Wohnmobilreise im Frühjahr ist der Umstand, dass die Campingplätze bis Ende Juni noch nicht allzu stark besucht sind und es hinsichtlich des Stellplatzes somit meiste eine große Auswahlmöglichkeit gibt. Dies ist insbesondere in den Monaten Juli und August anders. Wer Korsika während des Hochsommers bereisen möchte, sollte unbedingt weit im Voraus die entsprechende Reservierung tätigen, damit es bei Reiseantritt keine bösen Überraschungen gibt.

Was es für Camper sonst noch zu beachten gibt

Die Verkehrsregeln auf Korsika sind im Wesentlichen den deutschen gleich, unterschieden sich aber hinsichtlich der Speed-Limits:
Innerhalb von Ortschaften gilt die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, während sie außerhalb von Ortschaften 90 km/h ausmacht und auf Schnellstraßen ist bei 110 km/h beträgt. Bei Regen sinkt die zulässige Höchstgeschwindigkeit um rund 10 km/h.

Fazit

Wer sich genügend Zeit für eine Reise im Wohnmobil nach Korsika nimmt, wird einen entspannten Urlaub auf einer der schönsten Inseln im Mittelmeer verbringen können. Für Camper ist die Insel mit vielen Standplätzen gut ausgestattet und sicher befahrbar.

Redaktionsleitung