Camping-Wasserkessel

17. Januar 2023

Outdoor unterwegs sein; dabei möchte man keine urigen Mahlzeiten am Lagerfeuer oder auch nur ein mit Gaskartusche befeuertes Kochen vermissen. Das dabei eingesetzte Kochgerät ist idealerweise kompakt, leichtgewichtig und hat mehr als eine Funktion aufzubieten. Besonders, wenn man es selbst herumtragen muss und es nicht etwa zur Ausstattung des Wohnmobils gehört. Der Wasserkessel ist ein vielseitiges Ausrüstungsstück, an dem man nicht sparen sollte, kann er doch über viele Jahre und viele Reisen unter unterschiedlichsten Bedingungen gute Dienste leisten – besonders, wenn er nicht zu speziell ist.

Checkliste für den Kauf – darauf muss man achten

Gewicht

Dies ist ein Argument für den Wanderer, der sein Gerät im Rucksack tragen muss. Gewicht sparen geht über alles! In Bezug auf den Camping Wasserkessel bedeutet das ein leichtes Material, wie es etwa dünnwandiges Edelstahl- oder Aluminiumgeschirr ideal verkörpert. Emaillierte Stahlkessel sind dagegen eher schwer und gehören ins Wohnmobil.

Robustheit

Der Outdoor-Einsatz kann für das Gerät hart werden. So muss ein Wasserkocher-Kessel auch mal Beulen vertragen, ohne gleich leck zu werden. Eine solide Bauweise, was auch gute Haltebügel einschließt, die bei voller Kanne nicht verbiegen oder gar aushaken, ist jedem Eye-Candy vorzuziehen.

Größe

Für eine Person mag ein Camping Wasserkessel von gerade mal 500 ml Fassungsvermögen genügen. Warum einen größeren Kessel mitschleppen? Die richtige Wahl ist von der Anzahl Mitreisender abhängig, die auf heißes Wasser hoffen. Wenn der Kessel auch für die Warmwasserbereitung für die Körperhygiene zuständig ist, kann der Bedarf in die Höhe schnellen und damit die Idealgröße des Gefäßes.

Heizmethode

Die klassische Kaffeekanne wurde einfach auf das Brennmaterial gestellt oder darüber aufgehängt. Aber je nach Verfügbarkeit könnte auch Gasfeuerung (mit Kartusche oder per Schlauchanschluss) oder gar ein Tauchsiedeverfahren mit 12 oder 240 Volt, je nach Komfortumgebung, für einen Camping-Wasserkessel in Betracht kommen. Ein richtiger Allrounder wird wohl immer noch auf seiner Unterseite beflammt werden müssen, um das Wasser im Innern zum Kochen zu bringen.

Multifunktionsfähigkeit

Beschränkter Platz und die Forderung nach Gewichtsreduzierung fördern Ideen, die einen Gebrauchsgegenstand im Camping auf mehr als eine Weise nutzbar machen lassen. Bei Wasserkessel ist das nicht anders. Idealerweise ist ein Multifunktionskessel alternativ als Kochtopf einsetzbar. Dazu sollte er oben eine möglichst große Öffnung samt Deckel haben, worin man das zu wärmende Essen oder das Kochgut einfüllen kann.

Innovative Ideen – auch ohne offenes Feuer

Es gibt ja keinen Mangel an innovativem Design in der Welt der Camping-Teekessel. Wer sich am weitesten von einer klassischen Stahlblech-Kanne, wie sie in jedem Western über dem Lagerfeuer hängend zu sehen ist, trennen kann, landet bei zusammen schiebbaren Exemplaren aus Silikon, an denen nur noch der Boden metallen ist. Dazwischen gibt es jede Art bauchiger Modelle mit verschiedenem Fassungsvermögen. Soll es sehr platzsparend sein? Dann ist der Wasserkocher gleichzeitig ein Kochtopf und selbst im unbenutzten Zustand kann man noch etwas hineintun, um im Rucksack Platz zu sparen.

Muss es wirklich pfeifen, wenn man ohnehin in der Nähe sitzt?

Die Flötenfunktion beim Aufbau von Überdruck kann von manchen Modellen eines Camping-Wasserkessel aufgeboten werden, obschon brodelnde Wassergeräusche eine deutliche Ansage machen, wann es Zeit ist, den Kessel vom Feuer zu nehmen. Am wenigsten verzichtbar ist wohl ein Haltegriff, idealerweise als Bügel die Oberseite überspannend. Der kann dann auch für die Aufhängung über dem Feuer dienen, etwa durch Hindurchstecken einer Stange oder eines Astes. Ein Edelstahl Teekessel hat den emaillierten Klassikern voraus, dass er nach ersten Beschädigungen nicht gleich zu rosten anfängt.

Optisches Design ist absolut kein Argument im Outdoor-Bereich

Designermodelle eines Outdoor-Teekessels haben im echten Outdoor-Einsatz nichts verloren, denn hier gelten andere Maßstäbe. In der schmucken Küchenausrüstung eines Wohnmobils kann man hauptsächlich über ihre Optik beeindruckende, ansprechend farbige Modelle jedoch am ehesten entschuldigen. Da ist dann der Unterschied zur Ausstattung zu Hause am geringsten. Absolut ungeeignet sind Kannen, die eine kleine Standfläche besitzen und bei jedem Windhauch umzufallen drohen. Ganz ausgefuchst hingegen ist die Feuerkanne eines bekannten klassischen Petroleumlaternen-Herstellers, die nämlich ihren eigenen Unterständer mit integrierter Feuerstelle mitbringt – ganz systemisch ausgelegt.

Die Notlösung mit Klappergarantie

Wen das Geklapper beim Tragen nicht stört, der kann einen Campingkessel an der Außenseite seines Rucksacks befestigen, oder an sein Fahrrad binden, oder wie auch immer extern befestigen. Dann nimmt das Kochgerät keinen Platz weg, darf auch ruhig größer dimensioniert sein, sorgt aber für eine Geräuschkulisse während des Transports. Nicht jeden wird es stören.

Fazit

Eine gute Wahl bringt dem Outdoor-Reisenden mit dem für ihn optimalen Wasserkessel einen Kumpel für viele Jahre, den er nicht wird missen wollen. Heißes Wasser kann man für alles Mögliche brauchen – und ist dankbar dafür, dass der Kumpel es wieder und immer wieder mit minimal eingesetzter Energie zuverlässig liefert.

Jenny