Duschzelt

18. Januar 2023

Beim Camping schafft das eigene Duschzelt maximale Privatsphäre. Es schützt vor Einblicken und anderen störenden Einflüssen. Darüber hinaus lässt es sich gut für andere Zwecke verwenden, etwa als Ablage für Sanitärartikel, Waschmittel oder Garderobe.
Zur Auswahl stehen viele Modelle. Eines der wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung ist neben dem Material, der Größe und dem Gewicht vor allem die Handhabbarkeit. Ein Duschzelt sollte sich gut transportieren lassen und im Gepäck wenig Platz beanspruchen. Außerdem sollte es sich schnell aufbauen und wieder abbauen lassen.
Beim Entschluss für das eine oder andere Modell spielen nicht zuletzt individuelle Ansprüche eine wichtige Rolle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Duschzelte bieten eine angenehme Möglichkeit zur ungestörten Körperpflege.
  • Sie sind einfach aufzubauen und lassen sich auch problemlos wieder zusammenfalten.
  • Da Duschzelte mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen, sollten sie mindestens wasserabweisend sein.

Was ist ein Duschzelt?

Von der Optik her hat ein Duschzelt Ähnlichkeit mit einem gewöhnlichen Zelt. Allerdings ist es mit seiner kleinen Grundfläche deutlich schmaler. Da es seinen Zweck nur erfüllt, wenn der Nutzer darin aufrecht stehen kann, ist es auch etwas höher als ein herkömmliches Zelt.
Die Zeltplane ist blickdicht, bei einigen Ausführungen jedoch lichtdurchlässig. Damit dient es als Sichtschutz, schränkt aber das Sehen im Zelt nicht zu sehr ein. Im oberen Bereich befindet sich die Befestigung für die Dusche bzw. die Duschvorrichtung.

Duschzelt Checkliste

Material. Die Zelthaut muss so dicht gewebt sein, dass sie Blicke abhalten kann. Das Material muss UV-beständig und mindestens wasserabweisend sein. Ist das Material lichtdurchlässig, bleibt es im Duschzelt angenehm hell.

Aufbau. Ein ideales Duschzelt sollte sich schnell und problemlos aufbauen lassen. Das gilt auch für den Abbau des Zeltes.

Standfestigkeit. Trotz einfachem Aufbau muss das Zelt stabil sein. Es sollte zum Beispiel auch etwas stärkerem Wind standhalten.

Features. Besondere Ausstattungsmerkmale sind Innentaschen, eine oder mehrere Netzablagen, integrierte Befestigungshaken und ähnliches zur Aufnahme von Shampoo, Duschgel und anderen Utensilien.

Die unterschiedlichen Arten von Duschzelten

Wurf- oder auch Pop-up-Zelt

Diese Art Duschzelt überzeugt durch einen schnellen Aufbau und den unkomplizierten Abbau. Es muss nur eine Halterung gelöst werden, dann ploppt das Zelt auf. Ein Nachteil ist dabei jedoch das etwas größere Packmaß.

Freistehendes Duschzelt.

Im Gegensatz zum Pop-up-Zelt lässt sich ein freistehendes Zelt in seine einzelnen Teile zerlegen. Das macht den Aufbau etwas langwieriger, sorgt jedoch für ein kleineres Maß und damit weniger Platzbeanspruchung im Gepäck.

Heckklappenzelt

Dieses Duschzelt lässt sich an der Heckklappe des Kfz befestigen. Es dient somit nicht nur als Duschzelt, sondern kann als Vorzelt auch den Platz erweitern.

Kriterien beim Kauf eines Duschzeltes

Material

Der Zeltstoff muss mindestens wasserabweisend sein. Als Faustformel gilt: Der Zeltstoff gilt ab einer Wassersäule von 2.000 mm als wasserdicht. Mehr braucht es im Prinzip nicht. Optimal ist eine hohe UV-Beständigkeit.
Die Zeltstangen sind bei Duschzelten meist aus Stahl oder Fiberglas. Letztere sind biegsamer und werden überwiegend bei Wurfzelten verwendet. Dagegen sind Stangen aus Stahl schwerer. Sie bieten aber eine höhere Stabilität und eignen sich für windige Gegenden.

Größe

Höhen und Breiten bei Duschzelten sind variabel. Entscheidend ist neben der eigenen Körpergröße auch der Zweck, den das Duschzelt sonst noch erfüllen soll.
Möglich sein sollte das aufrechte Stehen und eine freie Bewegung im Zelt. Ist genügend Platz, dann lässt sich ein Duschzelt zusätzlich auch als Umkleide nutzen oder zum Lagerzelt umwandeln.

Gewicht

Ein leichtes Exemplar braucht jeder, der zu Fuß, per Fahrrad und mit Rucksack unterwegs ist. Jedes zusätzliche Kilo zählt aber auch im Camper oder im Auto. Ein leichtes Duschzelt hat Zeltstangen aus Fiberglas und eine Zelthaut aus Polyester. Sein Gewicht liegt bei etwa 1,5 bis 2 kg, Die schwereren Modelle bringen bis zu 7 kg auf die Waage. Mehr sollten es aber nicht sein.

Packmaß

In einem Camper ist mehr Platz. Deshalb ist ein Pop-up-Zelt, das etwas mehr Stauraum benötigt, hier eine gute Wahl. Ansonsten empfiehlt sich eher ein freistehendes Zelt. Es kann in seine einzelnen Teile zerlegt werden kann und besticht deshalb mit einem kleineren Packmaß.

Aufbau

Ganz gleich, ob Pop-up-Zelt, freistehende Variante oder Heckklappenzelt. Perfekt ist ein Modell, das sich unkompliziert aufbauen und auch wieder abbauen lässt.
Pop-up-Zelte stehen zwar in Sekunden, brauchen aber beim Abbau ein wenig Geschick, damit sie wieder in ihre ursprüngliche Form kommen.
Freistehende Zelte benötigen dieses Geschick beim Aufbau. Dabei muss das Gestänge ineinander gesteckt und dann an der Zeltplane befestigt werden.

Stabilität

Stabil ist ein Duschzelt, wenn es mit Heringen im Boden verankert wird. Dann bietet es auch bei Regen und starkem Wind Schutz. Als stabiler gelten Zelte mit Stahl-Stangen. Etwas weniger stabil sind Versionen mit Fiberglas-Gestänge.
Eine gute Alternative sind Duschzelte, an deren unteren Ende sich Taschen befinden. Diese werden mit Sand oder Steinen gefüllt und so beschwert. Das verleiht zusätzliche Stabilität.
Die meisten Duschzelte können trotz Schlaufen im oberen Bereich nur das Gewicht eines mittelgroßen Wassersacks oder Wasserkanisters halten. Schwerere Behälter mit Wasser werden alternativ an einen Baum gehängt oder auf das Fahrzeug gestellt. Eine weitere Variante ist eine stehende Dusche mit Wasserpumpe.

Boden

Duschzelte werden ohne oder mit einem integrierten Boden angeboten. Bei den Varianten ohne Boden versickert das Wasser direkt in den Untergrund. Damit der Nutzer nicht in einer Pfütze mit Schlamm steht, empfiehlt sich eine Fußmatte darunterzulegen.
Bei Ausführungen mit Boden sollte das Wasser durch Öffnungen abfließen. Gut ist es, wenn sich der Boden herausnehmen lässt. So kann er bequem gereinigt und gründlich abgetrocknet werden.
Eine andere Variante sind Duschzelte mit einer integrierten Bodenwanne. Sie hat den Nachteil, dass sie nicht herausgenommen werden kann. Zwar bleiben hier die Füße sauber und Insekten werden gut ferngehalten. Regnet es allerdings über eine längere Zeit oder herrscht ohnehin ein eher feuchtes Klima, gelangt schneller Nässe unter die Bodenwanne.
Außerdem ist das Material einer solchen integrierten Bodenwanne robust und dick. Das bedeutet, der Stoff trocknet nur sehr langsam ab. Das fördert die Bildung von Schimmel. Es empfiehlt sich aus diesem Grund immer eine herausnehmbaren Bodenplane. Diese kann separat getrocknet werden und auch die Pfütze unter dem Zelt trocknet schneller aus.

Funktionalität

Die meisten Duschzelte dienen gleichzeitig als Campingtoilette, Umkleidekabine, zum Trocknen von Wäsche oder als Stauraum für die Aufbewahrung von Ausrüstung und Vorräten. Vor dem Kauf gilt es also zu überlegen, welche Funktion das Zelt zusätzlich erfüllen soll und welche anderen Kriterien wichtig oder weniger wichtig sind.

Ausstattung

Besonders nützlich für ein Zelt, das in erster Linie als Duschzelt dienen soll, sind stabile Vorrichtungen zur Befestigung für den Duschkopf, Innentaschen für diverses Zubehör, eine Integrierte Wäscheleine, Möglichkeiten für die Lüftung, eine Transporttasche.
Beim multifunktionalen Einsatz kann auf das eine oder andere verzichtet werden.

Duschzelt pflegen

Um Schmutzreste und Ablagerungen an der Zelthaut und am Boden zu vermeiden und auf diese Weise die Lebensdauer des Duschzeltes zu erhöhen, muss es regelmäßig und gründlich gereinigt werden.
Nach dem Duschen wird die Zeltplane von innen mit Wasser an den Stellen nachgespült, an denen sich Seifenwasser abgesetzt hat. Seifenreste beeinträchtigen auf lange Sicht das Material und sollten deshalb nicht an den Seitenwänden anhaften.
Gröbere Verschmutzungen nach langer oder intensiver Nutzung werden am besten mit einer Lauge entfernt und mit einem Pflegemittel nachbehandelt.
Vor dem Einräumen in die Packtasche und einer längeren Lagerung sollte das Zelt gut abgetrocknet werden. Sonst stockt und schimmelt es unter Luftabschluss.

Fazit

Ein Duschzelt ist optimal für die Wahrung der Privatsphäre. Es bietet einen angenehmen Raum für entspanntes Duschen. Am Markt sind unterschiedliche Ausführungen. Die verschiedenen Varianten kommen vielen individuellen Ansprüchen der Nutzer entgegen.
Bei der Entscheidung sollten diese eigenen Ansprüche gegeneinander abgewogen werden. Denn das optimale Duschzelt gibt es nicht. Wichtig ist jedoch immer, dass das Zelt stabil, wasserdicht und witterungsbeständig ist.

Jenny